Issum (cpd) Nein, nein, es war nicht die Sonne Südafrikas, die beim finalen Turnier der „World Golfers Championship“ (WGC) schien. Aber ein bisschen Vorfreude kam doch auf, als sich bei optimalen äußeren Bedingungen, „oben“ und „unten“, rund 80 weltmeisterlich orientierte Golfer, allesamt zuvor bei den regionalen Qualifikationsturnieren erfolgreich, zum Showdown im GC Issum-Niederrhein eintrafen, um dort um die fünf begehrten Tickets für das WGC-Finale zwischen dem 27. Oktober und 3. November 2012 im südafrikanischen Durban zu kämpfen.

Begonnen hatte die nationale Turnierserie am 9. April im La Cala Resort an der spanischen Costa del Sol und abgeschlossen wurde sie am 9. September im GC Wasserburg Anholt. Dazwischen lagen weitere 15 Qualifikationsturniere, ausgeschrieben im Netto und in sechs Handicap-Klassen, von denen fünf Kategorien in die Wertung für das Südafrika-Finale kamen.

Am Ende der spätsommerlichen Reise über die 18 Löcher wurde diskutiert, gerechnet, gehofft, gebangt und sich permanent gefragt: „Ist meine Punktzahl so groß, um mit nach Südafrika zu fliegen?“ Ein sichtlich enttäuschter Golfer, dem nach starkem Beginn offensichtlich auf den „zweiten Neun“ nicht mehr allzu viel gelang, meinte: „Schade, ich war schon fast im Flieger, aber es hat eigentlich nur zum Hinflug gereicht.“

„Schade, ich war schon fast im Flieger, aber es hat eigentlich nur zum Hinflug gereicht.“

In diesem Moment verkündet Hans Lichtenberg die WGC-WM-Starter
In diesem Moment verkündet Hans Lichtenberg die WGC-WM-Starter

Vor der Bekanntgabe der Ergebnisse – und das war eine gelungene Idee und eine optimale Einstimmung auf das, was die „big five“ in Durban erwarten können – berichtete das komplett angetretene WM-Quintett des letzten Jahres (Susanne Dieners, Mathias Häuserer, Lubica Geilenberg, Sven Sieler und Toni Leue) noch einmal in Kurzform über ihre Eindrücke bei ihrer WM-Teilnahme 2011, und es fielen Worte wie „einmalig“, „super“, „beeindruckend“, „geil“, „völkerverständigend“, „unvergesslich“!

Mit dieser emotionalen Einstimmung wurden dann durch Organisator Hans Lichtenberg die glücklichen Sieger und WM-Starter bekannt gegeben:

Handicap-Klasse A: Jan Wassermeyer (GC Bonn-Godesberg)
Klasse B: Norbert Lichtenberg (GC Issum-Niederrhein)
Klasse C: Tim Kammen (GC Op de Niep)
Klasse D: Dirk Schemmann (GC Oberhausen)
Klasse E: Gerhard Fülling (GC Duvenhof)

Dietmar Mecking vom G&CC Mühlenhof blickte verständlicherweise ein wenig neidisch auf das strahlende Quintett – er hatte seine Handicap-Klasse F (25,5 bis 36) gewonnen, aber laut Ausschreibung gab es allein für die Handicap-Klassen A bis E das Ticket zur WM.

„Das ist ja fast wie Weihnachten, noch ein paar Mal schlafen, dann bin ich tatsächlich deutscher Golf-Nationalspieler!“

Jetzt heißt es also schon bald Koffer und das Mizuno-Bag packen für das deutsche WM-Team, das Ende Oktober/Anfang November im Spitzenhotel in der Nähe von Durban wohnen und auf vier Golfplätzen der internationalen Spitzenklasse um WM-Titel und WM-Ehren spielen wird. Einer der Glücklichen vor seiner Abreise aus Issum: „Das ist ja fast wie Weihnachten, noch ein paar Mal schlafen, dann bin ich tatsächlich deutscher Golf-Nationalspieler!“

Mitorganisatorin Susanne Dieners stellt das deutsche Team für das Weltfinale der „World Golfers Championship“ vor (v.l.): Tim Kammen, Dirk Schemmann, Jan Wassermeyer, Norbert Lichtenberg, leider Nicht-Starter Dietmar Mecking und Gerd Fülling.
Mitorganisatorin Susanne Dieners stellt das deutsche Team für das Weltfinale der „World Golfers Championship“ vor (v.l.): Tim Kammen, Dirk Schemmann, Jan Wassermeyer, Norbert Lichtenberg, leider Nicht-Starter Dietmar Mecking und Gerd Fülling.